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Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

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HI-SEAS, Big Island, Hawaii, USA

Ein Raumanzug ist nicht die typische Kleidung für einen Hawaii-Urlaub. Doch bei einem achtmägigen Aufenthalt im HI-SEAS-Habitat (Hawaii Space Exploration Analog and Simulation) auf dem Vulkan Mauna Loa wird er zur Realität.

Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

Dieses Programm ermöglicht Forschern, die Auswirkungen von Isolation, Enge und psychischem Druck bei Langzeitmissionen – etwa zum Mars – zu untersuchen. Eine 20-minütige Kommunikationsverzögerung zur Missionskontrolle sorgt für Authentizität, und Ausflüge in die marsähnliche Umgebung erfordern Anzugsprozeduren, wie bei Dr. Martha Lenio.

Manchmal siegt Pragmatismus: Budgetgründe führten zu Schutzanzügen statt Raumanzügen und Schiffscontainern als "Roboter-Versorgungsschiffe" (siehe Bild unten).

Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

Missionen bis zu einem Jahr lang bereiten angehende Astronauten optimal vor. "Es hat mir gezeigt, wie entscheidend Humor, starke Kommunikation und Flexibilität sind", betont Lenio.

Mehr über Mars-Erkundung:

  • Der Mars-Rover der ESA ist bereit für den Start
  • Der chinesische Mars-Lander wurde vor der Mission 2020 vorgestellt
  • Wilde Ideen in der Wissenschaft: Wir haben bereits Leben auf dem Mars gefunden
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NEEMO, Key Largo, Florida, USA

Reduzierte Schwerkraft und Zeitdruck auf Mond oder Planeten nachstellen? Unterwasser-Missionen des NEEMO-Programms (NASA Extreme Environment Mission Operations) machen es möglich.

Bis zu sechs Kandidaten tauchen 19 Meter tief zur Aquarius-Basis ab – einem 37 Meter langen Unterwasserhabitat 5,6 km vor Florida – und erleben das Leben in fremder Umgebung.

Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

Bei NEEMO 22 (Juni 2017) testete das Team das Modular Equipment Transporter System (METS), einen vierrädrigen Wagen für Werkzeuge über unebenes Gelände. Jede Sekunde zählt bei Probensammlungen – mehr Ausrüstung maximiert die Effizienz.

Die 10-tägige Mission prüfte METS gründlich, analysierte Korallen und Evakuierungsprotokolle.

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C-Space-Projekt, Wüste Gobi, China

Chinas Mars-Pläne könnten hier trainiert werden: Die simulierte Marsbasis des C-Space-Projekts in der Gobi-Wüste, 40 km außerhalb von Jinchang (Provinz Gansu), ist seit April 2019 offen – vorerst für Touristen und Schulkinder.

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Neun verbundene Module – Wohnbereiche, Kontrollraum, Luftschleuse – vermitteln begrenzte Ressourcen und Überwachung. Initiiert von Gansu-Behörden und Jinchang Star Universe, zielt es auf Tourismus ab, entwickelt mit dem Astronaut Center of China für zukünftiges Taikonautentraining.

Mehr über irdische Weltraumvorbereitung:

  • Kleine Schritte: Wie sich die NASA auf den ersten Mondspaziergang vorbereitete
  • Den Himmel im Auge: Die bodengestützten Teleskope bringen das Universum zur Erde
  • Wie man Nahrung im Weltraum anbaut: Die antarktische Basis bereitet sich auf bemannte Weltraumkolonien vor
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Pangaea-X, Lanzarote, Kanarische Inseln

Lebensspuren finden? Zuerst muss man suchen lernen – das lehrt Pangaea-X der ESA, eine geologische Exkursion für Astronauten.

Lanzarotes Basalte und Mineralien simulieren Mond und Mars ideal.

Astronauten identifizieren Probenstellen, testen Techniken und meistern Kommunikationsverzögerungen.

Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

Die weiße Sonde (Vordergrund) ist ein Mikroskop, das Bilder ans Brust-Tablet überträgt – das "elektronische Feldbuch" für Echtzeit-Beratung.

Erfolg: 2017 entdeckten Teilnehmer wasserbezogene Mineralien, relevant für Planetenbewohnbarkeit.

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ARADS, Atacama-Wüste, Chile

Atacama: Bis 4.000 m hoch, <15 mm Niederschlag/Jahr, starke UV – trockenster Ort der Erde, doch Mikroben überleben versteckt, marsähnlich. NASA testet hier Suchmethoden.

Sechs beeindruckende Weltraum-Simulationen auf der Erde: Von HI-SEAS bis CAVES

2016–2019: ARADS testete Rover K-REX2 mit intelligentem Bohrer für Proben bis 2 m Tiefe – fortschrittlicher als Oberflächen-Rover.

Weitere brillante Wissenschaftsfotos:

  • Die Orkney-Inseln: Hier beginnt die Energiewende
  • Die Mäuse der Londoner U-Bahn gewinnen den Wildlife Photographer of the Year 2019 LUMIX People's Choice Award
  • Sieben wunderschöne Wolken, die Ihren Tag erhellen
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CAVES-Projekt, Sardinien, Italien

Weltraumstress testet Leistung – CAVES der ESA trainiert Astronauten international in Höhlen (Slowenien/Sardinien) für zweiwöchige Kurse, sechs Tage unterirdisch.

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Enge Umgebungen fordern Teamwork, Navigation, Werkzeugnutzung und Wachsamkeit – essenziell für Raumausgänge.