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Wie eine Mondbasis entsteht: Visionen von ESA, NASA und Experten

Diese scheinbar alltäglichen Worte tragen eine außergewöhnliche Bedeutung: Sie sollen die letzten sein, die ein Mensch auf dem Mond sprach.

Das war im Dezember 1972, als die abfliegende Apollo-17-Mission das Ende dreier Jahre bahnbrechender bemannter Mondmissionen einläutete. Zwölf Astronauten hinterließen dabei ihre Spuren im Mondstaub.

In den vergangenen vier Jahrzehnten blieb unser nächster Himmelskörper weitgehend menschenleer und wurde nur von Robotersonden erkundet.

Das könnte sich ändern – wenn es nach Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), geht. Er plant den Bau eines Monddorfs! Auch NASA und Roscosmos äußern ähnliche Ambitionen. Steht die Ära permanenter menschlicher Präsenz auf dem Mond bevor?

Stufe 1: Die Reise zum Mond

Zuerst das Wichtigste: Je weniger Gewicht, desto besser. Die Kosten für den Transport von 1 kg Material in den Orbit betragen mindestens 10.000 US-Dollar – und das, bevor es den Mond erreicht.

"Das große Schlagwort ist derzeit \'In-situ-Ressourcennutzung\' oder ISRU", erklärt Astrobiologe Prof. Lewis Dartnell von der University of Westminster.

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Mit anderen Worten: Nutzen Sie lokale Ressourcen, um Kosten zu senken. Der Standort einer Basis hängt also von vorhandenen Materialien ab.

Wörners Idee: Der Bau auf der Mondrückseite, die von der Erde aus nie sichtbar ist. China teilt diese Vorliebe – ideal für Teleskope, doch Relaissatelliten sind für die Erdverbindung essenziell, um Isolation zu vermeiden.

Rein ressourcenbasiert ist der Südpol attraktiver: Dort gibt es Wassereis und Mineralien. Russland prüft eine Basis am Malapert-Berg.

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Der Südpol bietet zudem stabile Bedingungen. Der Mond rotiert langsam, Tag und Nacht dauern je zwei Wochen. Manche Südpolregionen sind nahezu permanent beleuchtet – perfekt für Solarenergie.

Falls bemannte Missionen zu riskant sind, starten Roboterbasen. Japans JAXA plant bis 2020 eine solche Enklave mit Proben-Sammlern bis 97 km Entfernung.

Stufe 2: Aufbau der Mondbasis

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3D-Druck könnte revolutionär sein. 2014 druckten ISS-Astronauten bereits Ersatzteile per E-Mail-Anleitung.

Die ESA diskutiert mit Foster + Partners den Druck ganzer Strukturen aus Mondregolith. "Wir haben gezeigt, dass 3D-Druck effizient ist und Regolith verarbeitet werden kann", sagt ESA-Ingenieur Laurent Pambaguian.

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Robotermissionen müssen die Logistik klären – Sammlung, Zustellung und Funktion in Mondschwerkraft. Erfolgreich ermöglicht es schnelle Reparaturen vor Ort.

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Foster + Partners druckt auf aufblasbare Gerüste. Bigelow Aerospace setzt auf modulare Pods – Prototypen bis 2025 mit NASA.

Russlands Malapert-Plan von Lin Industrial: 50 Raketenstarts, Kosten nahe 10 Milliarden US-Dollar – machbar in fünf Jahren.

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Stufe 3: Leben auf dem Mond

Der Mond stellt biologische Herausforderungen: Reduzierte Schwerkraft (1/6 der Erden), Strahlung ohne Schutzatmosphäre.

"Schwerelosigkeit führt zu Muskelschwund und Knochenschwund. Mondschwerkraft reicht sie aus? Unklar", warnt Dartnell.

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Strahlung erfordert Meter dicke Schilde aus Regolith – ISRU pur. Wassereis liefert H2O für Wasser und Sauerstoff.

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Kleine Teams (z. B. Russland: 2–4 Personen) brauchen mentale Stütze – Lehren aus ISS und Mars500.

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Was wir lernen können

Mondbasen boosten Forschung: Ständige Präsenz wie in der Antarktis ermöglicht tiefe Einblicke, ergänzt Apollo-Proben.

"Ähnlich wie Antarktis-Stationen", sagt Prof. Ian Crawford von Birkbeck University London.

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Teleskope auf dem Mond blicken rauschfrei in die Milchstraße.

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