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Studie: Spinat-reiche Ernährung könnte Astronauten vor Weltraumstrahlung schützen

Eines der größten Hindernisse für Langstreckenreisen im Weltraum ist der Schutz der Astronauten vor den schädlichen Effekten der Weltraumstrahlung. Kosmische Strahlen und Protonenstürme von der Sonne setzen Raumfahrer extremen Strahlungswerten aus, gegen die der menschliche Körper nicht gerüstet ist.

Eine Ernährung mit hohem Anteil an Antioxidantien könnte jedoch die kardiovaskuläre Gesundheit im Weltraum unterstützen.

„Wenn wir bemannte Weltraumreisen über große Entfernungen ermöglichen wollen, müssen wir die Auswirkungen weltraumspezifischer Erkrankungen verstehen und Strategien entwickeln, um den Körper zu schützen“, erklärt Dr. Jesper Hjortnaes vom Leiden University Medical Center in den Niederlanden.

Strahlung kann Proteine und DNA schädigen, Krebs auslösen und das Herz beeinträchtigen. In einem kürzlich in Frontiers in Cardiovascular Medicine veröffentlichten Artikel haben Hjortnaes und sein Team die Effekte von Strahlung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit analysiert und Schutzmaßnahmen bewertet.

Das Team stützte sich auf Daten von Krebspatienten nach Strahlentherapie sowie Studien an Mäusen.

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Die Untersuchungen zeigten, dass Bestrahlung zu einer Remodellierung des Myokards führen kann: Gesundes Herzgewebe wird durch zähes, faseriges Narbengewebe ersetzt, was Herzversagen begünstigen könnte. Zudem fördert sie die Ablagerung von Fetten und Cholesterin in den Gefäßen, was Schlaganfälle oder Herzinfarkte riskiert.

Bei Schutzmaßnahmen prüften die Forscher strahlenschützende Medikamente und Ernährungsansätze. Eine antioxidantienreiche Diät mit viel grünem Gemüse wie Spinat, Roter Bete und Tomaten erwies sich als „vielversprechend“ zur Milderung der Strahlenschäden.

Dennoch fehlen definitive Belege – weitere Forschung ist essenziell.

„Wir brauchen humanbasierte Gewebeplattformen wie Heart-on-a-Chip-Systeme, die echte menschliche Krankheiten außerhalb des Körpers simulieren, um die Mechanismen von strahlungsbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entschlüsseln“, betont Hjortnaes.