Der Solar Orbiter, eine Sonde britischen Ursprungs, hat beeindruckende erste Videoaufnahmen von mächtigen Sonneneruptionen geliefert.
Diese Phänomene, bekannt als koronaler Massenauswurf (CME), sind explosive Ausbrüche in der Nähe der Sonnenoberfläche, die ins Sonnensystem vordringen.
„Koronale Massenauswürfe können geomagnetische Stürme auf der Erde auslösen, die Stromnetze und Satelliten stören – Systeme, auf die wir für Navigation und Telefonkommunikation angewiesen sind“, erklärt Dr. Chris Castelli, Programmdirektor bei der britischen Weltraumagentur.
„Durch die Verfolgung ihres Verlaufs gewinnen wir neue Erkenntnisse darüber, wie die Sonne das Weltraumwetter beeinflusst und damit unser tägliches Leben.“
„Britische Experten leiten dank unserer Beteiligung an der Europäischen Weltraumorganisation eine der zentralen Weltraummissionen unserer Zeit.”
CMEs bergen zudem Risiken für ungeschützte Astronauten bei Außenbordeinsätzen.
Das am Montag veröffentlichte Video stammt aus der Nähe des Perihels am 10. Februar, als die Sonde nur die Hälfte der Erde-Sonne-Entfernung erreichte. Es zeigt den CME aus drei Perspektiven: dem Extreme Ultraviolet Imager (EUI), dem Metis-Koronagraphen und dem Heliospheric Imager (SoloHI).
Zur Aufnahmem Zeit befand sich das Raumschiff von der Erde aus hinter der Sonne, was die Datenübertragung stark verlangsamte.
Die Analyse der Daten dauerte über drei Monate.
Mehr zum Solar Orbiter:
- Daten des Solar Orbiter auf den ersten Blick könnten neue „Wunder“ über die Sonne enthüllen
- Solar Orbiter: 'Lagerfeuer', eingefangen in Bildern, die der Sonne so nahe wie nie zuvor sind