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Grüner Tee und Karotten kehren Alzheimer-Symptome bei Mäusen um – Studie der University of Southern California

Eine Diät mit Verbindungen aus grünem Tee und Karotten hat Alzheimer-ähnliche Symptome bei Mäusen vollständig rückgängig gemacht. Obwohl Mäuse-Studien nicht immer direkt auf Menschen übertragbar sind, eröffnet diese Entdeckung vielversprechende pflanzliche Ansätze zur Demenzprävention, betonen Forscher der University of Southern California (USC).

Die Studie untermauert die These, dass Kombinationstherapien effektiver sein könnten als einzelne Wirkstoffe – ein bewährter Ansatz bei Krebs, HIV und rheumatoider Arthritis.

„Man muss nicht 10 bis 12 Jahre auf eine Designerdroge warten; diese Ernährungsumstellungen sind heute machbar“, erklärt leitender USC-Professor Terrence Town. „Das ist hoch ermutigend.“

Das Team modifizierte genetisch 32 Mäuse, um Alzheimer-Symptome zu erzeugen, und verteilte sie zufällig in vier Gruppen mit gleicher Anzahl gesunder Kontrollmäuse. Über drei Monate erhielten sie Diäten mit Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) aus grünem Tee, Ferulasäure (FA) aus Karotten und Tomaten, einer EGCG-FA-Kombination oder einem Placebo.

Vor und nach der Diät testeten die Forscher die Mäuse in neuropsychologischen Aufgaben – vergleichbar mit menschlichen Demenztests. Dazu gehörte ein Y-Labyrinth zur Prüfung des räumlichen Arbeitsgedächtnisses, das Menschen nutzen, um sich zu orientieren. Gesunde Mäuse erkunden intuitiv alle Arme.

Vor der Diät scheiterten die Alzheimer-Mäuse; danach leisteten sie ebenso gut wie gesunde Tiere.

„Die Kombination stellte das Arbeitsgedächtnis nach drei Monaten vollständig wieder her“, resümiert Prof. Town.

EGCG und FA verhindern offenbar, dass große Hirnproteine in klebrige Amyloid-Beta-Plaques zerfallen, die Neuronen blockieren und Entzündungen fördern – zentrale Alzheimer-Merkmale beim Menschen.

Nächster Schritt: Suche nach weiteren pflanzlichen Inhibitoren von Amyloid-Plaques.