Wir wissen alle, dass Fast Food und stark verarbeitete Produkte ungesund sind. Doch wie schädlich wirklich? Als Arzt und Autor habe ich kürzlich an der TV-Doku The Junk Food Experiment mitgewirkt. Darin ernährten sich sechs britische Prominente drei Wochen lang ausschließlich von Junk Food.
Beunruhigend: Wie rasch unsere Testpersonen erkrankten. Der Studienerzt musste drei Teilnehmer – Olympia-Scheibenwerferin Tessa Sanderson, Made in Chelsea-Star Hugo Taylor und Schauspielerin Hayley Tamaddon – abbrechen.
Tessa litt unter extremem Bluthochdruck mit Schlaganfallrisiko. Hayley entwickelte schwere Reizdarm-Symptome mit unerträglichen Schmerzen, Hugo extreme Ängste durch die Diät.
Diese kleine Studie unterstreicht eine größere Wahrheit: Junk Food wirkt heimtückischer, als viele ahnen.
Die klarste Folge ist Fettleibigkeit. Briten, Fast-Food-Fans, sind Europas Dickste. Wöchentlich 22 Millionen Take-away-Mahlzeiten, Junk-Food-Läden seit 2010 um ein Drittel auf über 52.000 gestiegen. Verarbeitete Produkte wie Snacks, Fertiggerichte machen über die Hälfte der Erwachsenenernährung aus.
Eine Studie der Universität Paris-Sorbonne zeigt: Jede 10-prozentige Steigerung des Anteils erhöht das vorzeitige Sterberisiko um 14 Prozent.
In einer US-Studie aßen 20 Normalgewichtige zwei Wochen verarbeitete, dann hausgemachte Kost – gleiche Nährwerte. Bei Junk Food: +500 Kalorien/Tag, +0,77 kg. Bei Frischekost: -1,08 kg.
Forscher der Loma Linda University analysierten Daten von 240.000 Personen: Frittiertes Take-away und zuckerreiche Produkte fördern Depressionen – unabhängig von Alter, Bildung oder Einkommen.
Angesichts dieser Evidenz müssen Regierungen wie beim Tabak gegen Big Food vorgehen.