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Dr. Michael Mosley: Warum Junk Food so heimtückisch gefährlich ist

Wir wissen alle, dass Fast Food und stark verarbeitete Produkte ungesund sind. Doch wie schädlich wirklich? Als Arzt und Autor habe ich kürzlich an der TV-Doku The Junk Food Experiment mitgewirkt. Darin ernährten sich sechs britische Prominente drei Wochen lang ausschließlich von Junk Food.

Beunruhigend: Wie rasch unsere Testpersonen erkrankten. Der Studienerzt musste drei Teilnehmer – Olympia-Scheibenwerferin Tessa Sanderson, Made in Chelsea-Star Hugo Taylor und Schauspielerin Hayley Tamaddon – abbrechen.

Tessa litt unter extremem Bluthochdruck mit Schlaganfallrisiko. Hayley entwickelte schwere Reizdarm-Symptome mit unerträglichen Schmerzen, Hugo extreme Ängste durch die Diät.

Diese kleine Studie unterstreicht eine größere Wahrheit: Junk Food wirkt heimtückischer, als viele ahnen.

Die klarste Folge ist Fettleibigkeit. Briten, Fast-Food-Fans, sind Europas Dickste. Wöchentlich 22 Millionen Take-away-Mahlzeiten, Junk-Food-Läden seit 2010 um ein Drittel auf über 52.000 gestiegen. Verarbeitete Produkte wie Snacks, Fertiggerichte machen über die Hälfte der Erwachsenenernährung aus.

Eine Studie der Universität Paris-Sorbonne zeigt: Jede 10-prozentige Steigerung des Anteils erhöht das vorzeitige Sterberisiko um 14 Prozent.

In einer US-Studie aßen 20 Normalgewichtige zwei Wochen verarbeitete, dann hausgemachte Kost – gleiche Nährwerte. Bei Junk Food: +500 Kalorien/Tag, +0,77 kg. Bei Frischekost: -1,08 kg.

Forscher der Loma Linda University analysierten Daten von 240.000 Personen: Frittiertes Take-away und zuckerreiche Produkte fördern Depressionen – unabhängig von Alter, Bildung oder Einkommen.

Angesichts dieser Evidenz müssen Regierungen wie beim Tabak gegen Big Food vorgehen.