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Klimawandel schädigt bereits die Gesundheit von Kindern weltweit – Lancet-Bericht warnt vor bleibenden Risiken

Experten warnen: Britische Rentner sind durch zunehmende Hitzewellen im veränderten Klima stark gefährdet. Kinder leiden besonders unter Luftverschmutzung aus Verkehr und Kohleverbrennung, die ihre Lungenentwicklung behindert und lebenslange Folgen für Körper und Geist hat.

Maßnahmen gegen den Klimawandel sind jedoch „vernünftig“: Sie nutzen der öffentlichen Gesundheit, der Wirtschaft und entlasten den NHS nachweislich.

Der Lancet Countdown on Health and Climate Change-Bericht 2019 von 35 globalen Institutionen analysiert 41 Indikatoren zu steigenden Temperaturen, Resilienz und Wirtschaftsentwicklung.

Schlussfolgerung: Der Klimawandel trifft Kinder weltweit bereits jetzt und bedroht sie lebenslang, sofern der Temperaturanstieg nicht unter 2 °C begrenzt wird, wie international vereinbart.

Prof. Elizabeth Robinson von der University of Reading betont den „klaren Aufwärtstrend“ bei Hitzewellen-Exposition.

Extreme Hitze führt zu Hitzestress, -schlag, Nierenschäden, verschlimmert Herzinsuffizienz und steigert Risiken für Gewalt und Suizid.

Europa ist am stärksten betroffen: Viele ältere Menschen in Städten mit Vorerkrankungen wie Herzkrankheiten und Adipositas sind besonders vulnerabel.

Klimawandel schädigt bereits die Gesundheit von Kindern weltweit – Lancet-Bericht warnt vor bleibenden Risiken

Im UK verursachten 2018 Hitzewellen in England 863 übermäßige Tode; 2019 folgten Rekordtemperaturen, die vulnerablen Älteren zunehmend geltend tun.

Luftverschmutzung kostet im UK Tausende Leben: 2016 über 20.500 vorzeitige Tode durch Feinstaub, Kohle verursacht wöchentlich 60 Todesfälle.

Steigende Temperaturen bedrohen Pflanzenproduktion und fördern Infektionskrankheiten – erstmals wurde das Zecken-Enzephalitis-Virus im UK nachgewiesen.

Weltweit mehren sich Risiken durch Waldbrände.

Der Bericht skizziert zwei Szenarien für ein heute geborenes Kind: Im Worst-Case bis in die 2090er mit +4 °C, Infektionen, Unterernährung und Verschmutzung.

Bei Begrenzung auf 2 °C erlebt es eine gesündere Zukunft bis ins hohe Alter.

Dr. Nicholas Watts, Executive Director des Lancet Countdown: „Technologie, Ökonomie und Politik machen den Klimawandel entweder zur größten Gesundheitsbedrohung oder -chance. Die Wahl ist politisch.“

Prof. Robinson empfiehlt für das UK: Luftverschmutzung reduzieren, pflanzliche Ernährung fördern, aktive Mobilität ermöglichen durch sichere Straßen, Radwege und integrierten Verkehr.

„Solche Maßnahmen sind gesundheitlich und wirtschaftlich sinnvoll – besonders für reiche Länder.“

Dr. Watts: „Sie entlasten den überforderten NHS nachhaltig.“