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Größte genetische Studie enthüllt Risikogene für Angststörungen

Die umfangreichste genetische Untersuchung zu Angststörungen hat bahnbrechende Einblicke geliefert und spezifische Genomregionen identifiziert, die das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Angststörungen betreffen Millionen Menschen weltweit – allein in Großbritannien waren es laut einer Studie von 2013 acht Millionen Betroffene.

Die Ursachen sind komplex: Belastende Lebensereignisse spielen eine Rolle, doch genetische Faktoren sind entscheidend. Eine wegweisende Studie des US Department of Veterans Affairs (VA) hat nun konkrete Genomabschnitte herausgearbeitet, die involviert sein könnten.

Im Rahmen des VA Million Veteran Program (MVP), das Gesundheitsdaten von Hunderttausenden US-Militärveteranen analysiert, wurden fast 200.000 Genome verglichen. Die Experten entdeckten fünf Risikopositionen bei Personen europäischer Abstammung und eine bei Afroamerikanern. Genvarianten an diesen Stellen könnten das Angst-Risiko steigern.

Größte genetische Studie enthüllt Risikogene für Angststörungen

Besonders bedeutsam ist der Fund bei Afroamerikanern, betont Dr. Dan Levey vom VA Connecticut Healthcare Center und der Yale University, einer der leitenden Autoren: „Minderheiten sind in genetischen Studien unterrepräsentiert. Die Diversität des MVP war entscheidend – diese Variante tritt nur bei afrikanischer Abstammung auf und wäre in homogeneren Gruppen übersehen worden.“

Diese Erkenntnisse eröffnen Perspektiven für präzisionsmedizinische Therapien, die auf individuelle genetische Profile abgestimmt sind und personalisierte Behandlungen ermöglichen.