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Burnout und Vorhofflimmern: Vitale Erschöpfung erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen um 20 %

Der Begriff Burnout ist vielen vertraut, doch die Verbindung zu einem unregelmäßigen Herzschlag ist neu und alarmierend.

Als vitale Erschöpfung bezeichnetes Syndrom – geprägt von extremer Müdigkeit, Energielosigkeit, Demoralisierung und Reizbarkeit – steht laut Studien in Zusammenhang mit potenziell lebensbedrohlichen Herzproblemen.

Vorhofflimmern, die häufigste Herzrhythmusstörung, betrifft schätzungsweise 17 Millionen Menschen in Europa und 10 Millionen in den USA bis nächstes Jahr. Es erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod erheblich.

Die genauen Ursachen bleiben ungeklärt. Dr. Parveen Garg von der University of Southern California erklärt: „Vitale Erschöpfung, auch Burnout-Syndrom genannt, entsteht durch anhaltenden starken Stress zu Hause oder bei der Arbeit. Im Gegensatz zu Depressionen mit ihrer niedergeschlagenen Stimmung, Schuldgefühlen und geringem Selbstwert fehlt hier der emotionale Kern.“

„Unsere Studie unterstreicht den schweren Schaden, den unkontrollierte Erschöpfung anrichten kann“, betont Dr. Garg.

In einer Langzeitstudie mit über 11.000 Teilnehmern wurden Symptome wie vitale Erschöpfung, Wut, Antidepressiva-Einnahme und mangelnde soziale Unterstützung erfasst. Über fast 25 Jahre wurde die Entwicklung von Vorhofflimmern beobachtet.

Ergebnis: Personen mit starkem vitalem Erschöpfungssyndrom hatten ein 20 % höheres Risiko im Vergleich zu denen ohne Symptome.

Die Studie, veröffentlicht im European Journal of Preventive Cardiology, fordert weitere Forschung, um den Zusammenhang zu vertiefen und Betroffenen gezielt zu helfen.

Dr. Garg: „Vitale Erschöpfung fördert chronische Entzündungen und überaktive Stressreaktionen, die das Herzgewebe schädigen und zu Arrhythmien führen können.“

Keine Zusammenhänge zeigten sich zu Wut, Antidepressiva oder sozialer Isolation.