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Flavonolreiche Ernährung mit Obst, Gemüse und Tee: Studie zeigt bis zu 48 % geringeres Alzheimer-Risiko

Laut einer Studie in der renommierten Fachzeitschrift Neurology kann ein hoher Verzehr von Lebensmitteln mit antioxidativen Flavonolen das Risiko für Alzheimer im Alter signifikant senken.

Flavonole, eine Untergruppe der Flavonoide, finden sich reichlich in Früchten, Gemüse und Tee. Diese pflanzlichen Pigmente wirken gesundheitsfördernd und antioxidativ.

Die Forscher beobachteten 921 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 81 Jahren, die zu Studienbeginn nicht an Alzheimer – der häufigsten Demenzform – erkrankt waren.

Jährlich erfassten die Teilnehmer per Fragebogen ihren Konsum spezifischer Lebensmittel sowie Faktoren wie Bildung, körperliche Aktivität und kognitive Beschäftigungen wie Lesen oder Spiele. Über sechs Jahre hinweg entwickelten sich bei 220 Personen Alzheimer-Symptome.

Nach Ausgleich anderer Einflüsse zeigten die Ergebnisse: Die Gruppe mit dem höchsten Flavonol-Verzehr hatte ein 48 % geringeres Erkrankungsrisiko im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Konsum.

Top-Quellen für Flavonole: Birnen, Olivenöl, Grünkohl, Bohnen, Tee, Spinat, Brokkoli, Wein, Tomaten und Äpfel.

„Weitere Studien sind nötig, um dies zu bestätigen, doch die Ergebnisse sind vielversprechend“, betont Lead-Autor Dr. Thomas Holland von der Rush University in Chicago. „Mehr Obst, Gemüse und Tee könnten eine kostengünstige, einfache Strategie gegen Alzheimer-Demenz sein.“

„Bei der alternden Weltbevölkerung könnte selbst eine Verzögerung der Erkrankung um Jahre enorme Vorteile für die öffentliche Gesundheit bringen.“