- Forscher der University of Plymouth arbeiten an einem Impfstoff, der zukünftige Ausbrüche des Coronavirus verhindern soll.
- Der Impfstoff zielt darauf ab, dass zukünftige Virusstämme nicht von Tieren auf Menschen überspringen.
- Andere Teams entwickeln Humanimpfstoffe gegen das Coronavirus, die jedoch aufgrund umfassender Sicherheitstests erst in mindestens einem Jahr breit verfügbar sein werden.
Britische Wissenschaftler der University of Plymouth machen Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs, der Pandemien wie COVID-19 in Zukunft verhindern soll.
In Zusammenarbeit mit The Vaccine Group (TVG), einem Spin-off der Universität, suchen Experten nach einem Impfstoff, der die Ausbreitung menschlicher Coronaviren von Tieren auf Menschen stoppt.
Dr. Michael Jarvis, Chief Scientific Officer von TVG, erklärt: „COVID-19 hat gezeigt, wie teuer das Überspringen von Krankheiten von Tieren auf Menschen werden kann – sozial, wirtschaftlich und kommerziell.“
„Es gab rasche Investitionen in Impfstoffe und Therapien für Menschen, doch Ansätze zur Bekämpfung von COVID-19 in Tierpopulationen fehlen bisher, um Neuausbrüche zu verhindern.“
Er betont, dass die beteiligten Tierarten unklar sind und ein solcher Impfstoff entscheidend für die Kontrolle von COVID-19 und zukünftigen Coronaviren sein könnte.
Parallel läuft weltweit der Wettlauf um einen Humanimpfstoff. US-Wissenschaftler des Kaiser Permanente Washington Research Institute haben erste Dosen eines experimentellen Impfstoffs verabreicht – finanziert von den National Institutes of Health. Die Phase-1-Studie ist sicher, da kein lebendes Virus verwendet wird.
Trotzdem dauert es bei besten Bedingungen mindestens ein Jahr bis zur breiten Verfügbarkeit. Weltweit sind Impfstoffe in verschiedenen klinischen Phasen; Experten rechnen mit 12 bis 18 Monaten bis zur Zulassung.
Die Plymouth-Forscher kooperieren mit dem Shanghai Veterinary Research Institute und der Kansas State University. Dr. Jarvis: „Tierimpfstoffe könnten Ausbrüche an der Wurzel bekämpfen.“
„Die Entwicklung hat begonnen und soll noch dieses Jahr Tierversuche umfassen. Obwohl zu spät für die aktuelle Pandemie, schützt es vor zukünftigen Risiken durch vielfältige Tierreservoirs und genetische Varianten.“