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Studie belegt: Musiktherapie verbessert Gehirnfunktion und Motorik bei Schlaganfallpatienten

  • Neueste Forschung zeigt: Musiktherapie ergänzt die Standard-Rehabilitation und fördert Gehirn sowie motorische Fähigkeiten von Schlaganfallpatienten.
  • Patienten berichten von besserer Stimmung, höherer Konzentration und spürbaren Fortschritten.
  • Forscher empfehlen die dauerhafte Einführung von Musiktherapie im Krankenhaus.

Wissenschaftler des Cambridge Institute for Music Therapy Research an der Anglia Ruskin University haben in einer umfassenden Studie bewiesen, dass Musiktherapie die Erholung nach einem Schlaganfall signifikant unterstützt.

Über zwei Jahre hinweg nahmen 177 Patienten an Neurologischer Musiktherapie (NMT)-Sitzungen teil, neben der konventionellen Rehabilitation mit Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und klinischer Psychologie. Die Sessions umfassten das Spielen von Keyboard, Schlagzeug, Handheld-Percussion und iPad-Touchscreen-Instrumenten.

Die Ergebnisse sind überzeugend: Regelmäßiges Musizieren verbesserte Fingerbewegungen, Armfunktion und Gang. Zudem stiegen Stimmung, Konzentration und Gehirnfunktion, was das Engagement der Patienten steigerte. Insgesamt wurden 675 Sitzungen durchgeführt – ein klares Zeichen für den praktischen Erfolg.

Dr. Alex Street, Senior Research Fellow, erklärt: „Das Personal bestätigt, dass Musik und Instrumente hohe Wiederholungszahlen ermöglichen. Die Übungen wirken weniger klinisch, da Patienten mit dem Therapeuten musizieren und direktes Feedback durch Klänge erhalten.“

Basierend darauf planen die Experten eine vom NHS finanzierte Dauerstation für Musiktherapie auf der Schlaganfallstation des Addenbrooke-Krankenhauses in Cambridge.

Weitere Studien sollen die Auswirkungen auf Genesungsrate und Krankenhausaufenthalt klären. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Topics in Stroke Rehabilitation.