- Mehr als die Hälfte der Alkoholkonsumenten waren irgendwann 'gefährliche Trinker': Sie tranken vier- oder mehrmals pro Woche drei oder vier Drinks.
- Gefährliche Trinker zeigten einen höheren systolischen Blutdruck und eine schlechtere Leberfunktion im Vergleich zu Personen, die diese Mengen nie regelmäßig konsumiert hatten.
- Je länger Erwachsene stark trinken, desto größer wird ihre Taille im Alter.
Starkes Trinken bis ins hohe Alter erhöht den Taillenumfang um bis zu 4 cm, wie aktuelle Forschungsergebnisse des University College London (UCL) belegen.
Die Studie mit über 4.800 Teilnehmern ab 59 Jahren zeigt: Mehr als die Hälfte der Trinker waren irgendwann starke Konsumenten – mit Folgen wie größerer Taille und erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Forscher des UCL untersuchten den Zusammenhang zwischen lebenslangem Alkoholkonsum und Gesundheitsindikatoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse, publiziert im Fachjournal Sucht, offenbaren bleibende Schäden: Höherer Blutdruck, schlechtere Leberfunktion, größerer BMI und Taillenumfang – selbst nach Absetzen vor dem 50. Lebensjahr.
Dennoch: Jederzeitiges Aufhören verbessert die Gesundheit, betonen die Experten.
Erstautorin Dr. Linda Ng Fat vom UCL Institute of Epidemiology & Health Care erklärt: "Alkoholmissbrauch ist bei über 50-Jährigen weit verbreitet. Frühere Studien ignorierten oft kumulative Effekte – unsere Längsschnittanalyse aus der Whitehall-II-Kohorte (seit 1985) beleuchtet das präzise."
Starker Konsum wurde mit dem validierten Audit-C-Tool gemessen: Häufigkeit, Menge und Binge-Drinking (≥6 Drinks). Kategorien: Nie-Risiko, ehemalig früh/spät, aktuell oder lebenslang riskant.
Ergebnisse: 56 % waren irgendwann riskant, 21 % aktuell, 5 % lebenslang. Alle Gruppen außer Nie-Trinkern hatten höheren Blutdruck und Leberschäden. Aktuelle Trinker: 3-fach Schlaganfallrisiko. Lebenslange: +3,85 cm Taille, +2,44 cm bei Aktuellen.
Dr. Ng Fat: "Je länger der Missbrauch, desto größer die Taille. Frühes Reduzieren schützt nachhaltig." Die Studie, gefördert vom UK Medical Research Council, kooperierte mit der University of Cambridge.