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Neuer 15-Minuten-MRT-Test revolutioniert Prostatakrebs-Früherkennung – präziser als PSA

Experten des Imperial College London haben einen bahnbrechenden MRT-Test für Prostatakrebs entwickelt, der in nur 15 Minuten Ergebnisse liefert.

Forschungsleiter Professor Hashim Ahmed betont: Dieser Scan ermöglicht eine zuverlässige Diagnose ohne unangenehme rektale Untersuchung – ähnlich wie bei der Brustkrebsvorsorge bei Frauen.

In einer Studie mit 400 Freiwilligen im Alter von 50 bis 69 Jahren wurde der Test mit dem üblichen Prostata-spezifischen Antigen (PSA)-Bluttest verglichen. Bei den 4 Prozent, die eine Therapie brauchten, identifizierte das Prostogramm aggressivere Krebsarten genauer als der PSA-Test.

Jedes Jahr erfahren rund 50.000 Männer im Vereinigten Königreich eine Prostatakrebsdiagnose; ein von acht Männern ist lebenslang betroffen.

Neueste Entwicklungen zu Prostatakrebs:

  • Neuer Leitfaden zu Prostatakrebs, um Chemotherapie zu vermeiden und Coronavirus-Risiko zu minimieren
  • Immuntherapie verlängert Leben bei "Super-Respondern" mit Prostatakrebs
  • Prostatakrebs in zwei Wochen mit fortschrittlicher Strahlentherapie behandelbar

Professor Hashim Ahmed lobt die Entwicklung als "bahnbrechend". Er erklärt: "Die vielen aggressiven Krebsarten, die PSA übersieht, zeigen, wie dringend wir bessere Screening-Methoden brauchen."

Dr. David Eldred-Evans, Forschungsstipendiat am Imperial College, nennt den Test "nicht-invasiv, sicher und patientenfreundlich". Er ergänzt: "Viele Männer scheuen den Arztbesuch wegen der rektalen Untersuchung. Dieser Scan könnte mehr zu Checks motivieren."

Ein Freiwilliger wurde dank des Scans erfolgreich behandelt – trotz normalem PSA-Wert zuvor.

Mark, 61, berichtet: "Die MRT-Diagnose war ein Schock. Sieben Jahre zuvor war mein PSA unauffällig. Ohne die Studie hätte ich nichts gemerkt. Ich rate jetzt: Fordern Sie einen MRT-Scan – PSA hat Grenzen."