Die Reproduktionszahl, auch R-Wert oder R-Nummer genannt, ist ein zentrales Maß für die Ausbreitungsfähigkeit einer Infektionskrankheit. Sie zeigt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt.
Der in Medien und offiziellen Briefings zitierte R-Wert für COVID-19 bezieht sich auf die effektive Reproduktionszahl. Dieser Wert kann je nach Lage steigen oder fallen.
Wir senken den R-Wert, indem wir die Übertragung erschweren: durch soziale Distanzierung, Schließung von Restaurants und nicht essenziellen Geschäften sowie Aufrufe, zu Hause zu bleiben.
Jede Krankheit hat eine grundlegende Reproduktionszahl R₀ – den Wert ohne Maßnahmen. Masern erreichen bis zu R₀ von 18 und sind hoch ansteckend, COVID-19 liegt bei etwa 3.
Ohne Gegenmaßnahmen würde eine infizierte Person die Krankheit also im Schnitt an drei weitere weitergeben.
Bei konsequenter physischer Distanzierung verbreitet sich das Virus schlechter, der effektive R-Wert sinkt.
Der Schlüssel: R unter 1 halten. Nur so gehen Neuinfektionen zurück und der Ausbruch kommt zum Erliegen.
Steigt R über 1, eskalieren die Fälle rasch – was strengere Maßnahmen erzwingt, um das Virus zu kontrollieren.
Regierungen nutzen den R-Wert, um den Erfolg ihrer Strategien zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen.