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Regelmäßiges Yoga lindert Depressionssymptome: Erkenntnisse aus einer Meta-Analyse

Eine aktuelle Meta-Analyse belegt: Regelmäßiges Yoga kann depressive Symptome bei Menschen mit komorbiden psychischen Erkrankungen wirksam mildern.

Die Ergebnisse erschienen im renommierten British Journal of Sports Medicine und basieren auf einer systematischen Übersicht von 13 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 632 Teilnehmern. Die stärksten Effekte zeigten sich bei Depressionen und Schizophrenie, zudem moderate Vorteile bei Alkoholmissbrauch, so die Forscher.

Depressionen zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen für Behinderungen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leiden über 264 Millionen Menschen an dieser Störung. Häufig treten depressive Symptome gemeinsam mit anderen Problemen auf, wie generalisierten Angststörungen oder psychotischen Erkrankungen.

Hauptautorin Dr. Jacinta Brinsley von der University of South Australia leitete ein internationales Team, das untersuchte, ob Yoga Betroffenen mit psychischen Belastungen hilft.

Analysiert wurden randomisierte Studien zu Yoga-Effekten bei Depressionen, generalisierten Angststörungen, Stimmungsstörungen, PTBS, Stress, psychotischen Störungen wie Schizophrenie, Panikstörungen und Substanzmissbrauch.

Jede wöchentliche Yogasession dauerte im Schnitt 20 bis 90 Minuten über rund zweieinhalb Monate und umfasste Atemübungen, Achtsamkeitspraktiken sowie Asanas. Die Bewegungsphase machte mehr als die Hälfte jeder Einheit aus.

Yoga zeigte im Vergleich zu Behandlungen ohne Bewegung, Placebo oder Selbsthilfe eine moderate Reduktion depressiver Symptome. Je öfter die wöchentlichen Sessions absolviert wurden, desto stärker der Effekt.

Das Team resümiert: „Angesichts der positiven Ergebnisse ist Yoga als evidenzbasierte Ergänzung zu konventionellen Therapien gerechtfertigt.“

Sie ergänzen: „Yoga bietet eine motivierende Strategie, um Betroffene zu körperlicher Aktivität anzuregen.“