Impfstoffe simulieren eine Virusinfektion, um unser Immunsystem zu trainieren. Der Körper produziert Antikörper, bildet Gedächtniszellen und ist bei einer realen Infektion bestens vorbereitet.
Die Wechselwirkung zwischen Viren und Immunsystem ist hochkomplex – daher gibt es vielfältige Ansätze. Häufig eingesetzt werden inaktivierte Impfstoffe mit abgetöteten, aber immunogenen Viren sowie abgeschwächte (attenuierte) Impfstoffe mit lebenden, modifizierten Viren, die keine Krankheit auslösen.
Ein moderner Ansatz sind rekombinante Impfstoffe: Ein weniger pathogenes Trägervirus wird gentechnisch mit Anteilen des Zielvirus ausgestattet. Das Immunsystem reagiert auf beides.
Beispiel rVSV-ZEBOV gegen Ebola: Basierend auf dem Vesikulären-Stomatitis-Virus (VSV), das grippeähnliche Symptome beim Menschen verursacht, wurde das äußere Protein des Zaire-Ebolastamms eingebaut.
Impfstoffe durchlaufen umfangreiche Tests zu Sicherheit, Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Dosierung. Der Weg zum Markt dauert meist Jahre.
Bei Dringlichkeit kommt „compassionate use“ zum Einsatz: Vorläufige Daten belegen Sicherheit und Wirksamkeit, noch vor vollständiger Zulassung. Ähnlich bei SARS-CoV-2-Impfstoffen weltweit in Entwicklung.