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Zinkpräparate zur Stärkung des Immunsystems: Hilft es gegen COVID-19?

Der zuverlässigste Schutz vor COVID-19 bleibt soziale Distanzierung und gründliches Händewaschen. Doch bei der Wiedereröffnung von Geschäften und Büros fragen viele: Können Zinkpräparate das Immunsystem zusätzlich stärken und Infektionen vorbeugen?

Der menschliche Körper enthält etwa 2–3 Gramm Zink, das für über 300 Enzyme essenziell ist. Es unterstützt Wundheilung, Proteinsynthese und ein starkes Immunsystem – essenziell für unsere Gesundheit.

Benötigen wir Ergänzungsmittel? Die stärksten Belege liefern Interventionsstudien zu Erkältungen. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2017 in JRSM Open untersuchte Zinkpastillen (Zinkacetat oder Zinkgluconat):

In drei Studien verkürzte Zinkacetat die Erkältungsdauer um 40 % im Vergleich zu Placebo. Ähnlich reduzierten in vier Studien Zinkgluconatpastillen die Dauer um 28 %.

Zinkpräparate zur Stärkung des Immunsystems: Hilft es gegen COVID-19?

Die Autoren empfehlen Erkältungspatienten daher, Zinkpastillen auszuprobieren.

Warum wirkt Zink? Es stärkt das angeborene Immunsystem: Zink hilft Monozyten, infizierte Zellen zu bekämpfen (Phagozytose oder Vergiftung). Bei Mangel sinkt die Aktivität natürlicher Killerzellen.

Besonders Ältere über 60 profitieren, da Zinkmangel hier häufig ist. Zink dämpft entzündungsfördernde Zytokine und verhindert so potenziell tödliche Zytokinstürme bei COVID-19.

Zink finden Sie in Schalentieren, Fisch, Fleisch sowie Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten (letztere weniger bioverfügbar).

Sollten Sie Zink einnehmen? Bei ausreichender Ernährung ist es oft unnötig, und direkte COVID-19-Belege fehlen. Bei Symptomen könnte es helfen – maximal 40 mg/Tag, und konsultieren Sie immer Ihren Arzt, besonders bei Medikamenten.