Wissenschaftler am Cancer Research UK Cambridge Institute haben eine bahnbrechende, nicht-invasive Technik zur Erkennung und Überwachung von Krebs entwickelt. Sie ist bis zu zehnmal empfindlicher als herkömmliche Methoden.
Dieser personalisierte Gentest sucht gezielt nach tumor-spezifischen Mutationen in der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) im Blut.
Der Test weist ein mutiertes DNA-Molekül unter einer Million normaler Fragmente nach – eine Empfindlichkeit, die herkömmliche Ansätze übertrifft. Die Studie ist in Science Translational Medicine detailliert beschrieben.
Experten erwarten, dass der Test nicht nur subtile Krankheitszeichen aufdeckt, sondern auch frühe Rezidive erkennt. Dr. Nitzan Rosenfeld, Leiter der Forschungsgruppe, betont: „Solche hoch sensiblen Tests könnten Patientenleben verändern.“
„Personalisierte ctDNA-Tests werden in klinischen Studien geprüft. Unsere Arbeit demonstriert, was mit maximaler Optimierung möglich ist“, erklärt Rosenfeld. „Die akzeptierte Sensitivität kann dramatisch gesteigert werden.”
Viele aktuelle Krebsüberwachungen sind invasiv oder ungenau. ctDNA-Tests sind schonender, scheitern aber oft bei niedrigen Konzentrationen – etwa bei kleinen Tumoren oder Restkrankheit.
Mit der neuen Methode analysieren Forscher Hunderte bis Tausende patientenspezifischer Mutationen pro Blutprobe, basierend auf der Tumorgenetik.
Der Test detektierte ctDNA erfolgreich bei frühen Lungen-, Brustkrebs- und Melanom-Patienten, auch postoperativ.
Die Wissenschaftler verfeinern die Technik nun für Krebsfrüherkennungsstudien, finanziert von Cancer Research UK.