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Hoffnung auf Heilung bei Diabetes: Aktuelle Erkenntnisse zu Typ 1 und Typ 2

Diabetes umfasst verschiedene Erkrankungen, die alle zu einem gestörten Blutzuckerspiegel führen. Während der Körper Glukose schnell als Energiequelle nutzt, erhöhen hohe Mengen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Nierenversagen.

Normalerweise reguliert die Bauchspeicheldrüse den Blutzuckerspiegel durch Insulin, ein Hormon, das den Zellen hilft, Glukose aufzunehmen. Bei Diabetes kann dieser Prozess auf unterschiedliche Weise gestört sein, was die verschiedenen Formen der Erkrankung erklärt.

In Großbritannien sind etwa 10 % der Fälle Typ-1-Diabetes, verursacht durch einen Autoimmunangriff auf die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Betroffene benötigen lebenslang Insulin, meist per Injektion. Der weitaus häufigste Typ-2-Diabetes macht rund 90 % aus: Hier reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf Insulin (Insulinresistenz), was zu hohen Blutzuckerwerten und einer Überlastung der Bauchspeicheldrüse führt. Häufige Risikofaktoren sind zucker- und kohlenhydratreiche Ernährung sowie Bewegungsmangel.

Für beide Typen gibt es derzeit keine Heilung. Bei schweren Typ-1-Fällen kann eine Bauchspeicheldrüsen-Transplantation eine Option sein, die oft 5 Jahre wirkt. Manche Patienten erleben spontane Remissionen, bei denen die Insulinproduktion wiederhergestellt wird. Ob Medikamente dies auslösen können, wird intensiv erforscht.

Eine Studie der University of Alabama in Birmingham (2018) zeigte, dass Verapamil – ein Blutdrucksenker – die Insulinproduktion bei Typ-1-Diabetes stabilisieren kann. Die Forschung steht jedoch noch am Anfang. Bei Typ 2 hilft oft eine Ernährsumstellung, Gewichtsreduktion und Bewegung, um Symptome effektiv zu kontrollieren.