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Vitamin-D-Präparate verhindern keine Depressionen: Große US-Studie mit 18.000 Teilnehmern

Die Vitamine der Vitamin-D-Gruppe sind essenziell für die Knochengesundheit. Besonders Vitamin D2 und D3 regulieren die Aufnahme von Kalzium, Phosphat und Magnesium im Körper.

Im Sommer produziert der Körper Vitamin D durch Sonneneinstrahlung. Von Oktober bis März raten Experten wie der britische NHS jedoch zu zusätzlichen Quellen: vitaminreiche Lebensmittel wie fetten Fisch oder rotes Fleisch – oder Nahrungsergänzungsmittel.

Vorherige Untersuchungen deuteten auf einen möglichen Link zwischen Vitamin-D-Mangel und erhöhtem Depressionsrisiko hin. Doch eine große Studie aus US-Universitäten und Kliniken klärt nun auf.

Forscher beobachteten über 18.000 Erwachsene ab 50 Jahren fünf Jahre lang. Ziel: Prüfen, ob tägliche Vitamin-D3-Einnahme Depressionen vorbeugt.

Vitamin-D-Präparate verhindern keine Depressionen: Große US-Studie mit 18.000 Teilnehmern

Hälfte der Teilnehmer erhielt Vitamin D3, die andere ein Placebo – in einer doppelblinden Studie. Keiner hatte zu Studienbeginn depressive Symptome. Regelmäßige Fragebögen, psychiatrische Interviews und Meldungen von Diagnosen sicherten präzise Daten.

Ergebnis nach fünf Jahren: Keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.

„Das Präparat brachte hier keinen Nutzen. Es verhinderte weder Depressionen noch hob es die Stimmung“, erklärt Leitautorin Dr. Olivia I. Okereke vom Massachusetts General Hospital.

Vitamin D bleibt für Knochen und Stoffwechsel unverzichtbar, betont Ko-Autorin Dr. JoAnn Manson vom Brigham and Women's Hospital.

„Werfen Sie Ihr Vitamin D nicht weg – sprechen Sie mit Ihrem Arzt“, rät Okereke.