Irische Wissenschaftler leiten ein wegweisendes Forschungsprojekt, um zu klären, ob Babys, die während des Corona-Lockdowns geboren wurden, ein höheres Allergierisiko haben.
Die Studie vereint Experten des Royal College of Surgeons Ireland (RCSI) und des Kinderkrankenhauses Temple Street.
Sie analysieren, ob geringere Infektionsraten und bessere Luftqualität während der Lockdowns zu häufigeren oder selteneren allergischen Erkrankungen bei Kindern aus isolierenden Familien führen.
Das Projekt wird von klinischen Wissenschaftlern am Temple Street und der RCSI-Pädiatrieabteilung geleitet.
Professor Jonathan Hourihane, Pädiater an der RCSI University of Medicine and Health Sciences, leitet die Untersuchung.
"Der Lockdown bietet eine einzigartige Chance, die Ursachen lebenslanger Krankheiten zu erforschen – eine große Belastung für Irland und andere Industrieländer", erklärt er.
Allergien wie Ekzeme, Asthma, Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien haben sich in den letzten 30 Jahren vervielfacht. Experten sehen Ursachen in kleineren Familien, effektiven Impfungen und Hygiene-Fokus.
Auch schlechte Luftqualität trägt zum Anstieg bei.

Prof. Hourihane ergänzt: "Nach der Geburt passt sich das Baby-Immunsystem an neue Herausforderungen an – Infektionen, Impfungen. Kinder sollten spielen, sich schmutzig machen und vielfältigen Kontakten ausgesetzt sein. Das stärkt das Immunsystem und das Mikrobiom."
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"Der irische COVID-19-Lockdown reduzierte andere Viren deutlich. Pädiatrische Notaufnahmen hatten weniger als die Hälfte der üblichen Besuche, Influenza und Atemwegsviren waren im Frühling extrem niedrig."

1.000 Babys, geboren März bis Mai 2020 in Irland, nehmen teil. Eltern aus Rotunda Hospital Dublin und Coombe Women and Infants University Hospital werden eingeladen.
Finanziert von Temple Street Foundation und Clemens-von-Pirquet-Stiftung.