DeuAq.com >> Leben >  >> Wissenschaft

COVID-19 und der Blitz: Erhebliche Parallelen in der öffentlichen Reaktion

Eine Studie des King's College London hat die psychologische Reaktion der Briten während der COVID-19-Pandemie mit der des Blitzes im Zweiten Weltkrieg verglichen. Besonders auffällig: In beiden Fällen kamen die Menschen den Regierungsmaßnahmen und -empfehlungen zuvor.

Vor dem Krieg und vor dem Lockdown ließ die anfängliche Angst vor den Bedrohungen nach, wie die Analyse zeigt.

Obwohl der Krieg erklärt war, trafen Umfragen: Die Mehrheit baute keine Luftschutzräume. Ähnlich fanden trotz Virusmeldungen aus China Events wie die Cheltenham Races statt.

Eine zentrale Parallele: Das Versäumnis, aus ausländischen Ereignissen zu lernen, betont die Studie.

Studienleiter Professor Edgar Jones vom Institut für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften am King's College London erklärt: „Obwohl der Begriff ‚beispiellos‘ die COVID-19-Pandemie prägte, zeigt sie erhebliche Parallelen zu früheren Bedrohungen wie dem Blitz.“

„Daraus lassen sich Lehren ziehen, wie die Öffentlichkeit auf den Blitz und die damaligen Schutzmaßnahmen reagierte.“

Analysiert wurden Regierungsdokumente aus 1938–1945 sowie Berichte wissenschaftlicher Gruppen zur Pandemie.

Die Studie vergleicht Reaktionen von Öffentlichkeit und Regierung und findet klare Ähnlichkeiten.

Während des Blitzes unterschätzte die Regierung, dass die meisten lieber zu Hause blieben statt in tiefen Schutzbunkern.

Das Paper in der Lancet Psychiatry beschreibt Ähnliches nach Lockdown Lockerungen: Eine tiefe Zufluchtsmentalität hielt Menschen zu Hause.

Blitz-Belege zeigen die Stärke dieser Mentalität – die Regierung passte an: Statt tiefer Bunker interne Stahlkäfige für den Heimgebrauch.

Prof. Jones: „Bei Pandemie und Blitz handelten Bürger oft voraus. Politiker müssen zuhören und Engagement schaffen.“

„Im Krieg bevorzugten viele Heim-Schutz durch psychologische Sicherheit. Ähnlich fiel Zuhausebleiben bei COVID-19 leicht.“

Die Studie vergleicht zweite COVID-Welle mit V1-/V2-Raketen 1944.

Nach erstem Großangriff erwartete man mehr. Bei V1 verschwieg die Regierung Details.

Bei Veröffentlichung passten sich Menschen an – dank etablierter Bewältigungsstrategien.

Dies unterstreicht: Bei zweiter COVID-Welle braucht es transparente Risikokommunikation.

Neueste Coronavirus-Nachrichten:

  • Coronavirus: Insektenschutzmittel mit potenziell antiviralen Eigenschaften
  • COVID-19: Cambridge-Impfstoff erhält 1,9 Millionen £ für klinische Studien

Prof. Jones: „Aus V1/V2-Kommunikation und ‚Bleiben Sie wachsam‘-Scheitern: Lehren für Vertrauensaufbau.“

„Klare, offene Infos ermöglichen Anpassung Resilienter.“

Parallele: Blackout und Social Distancing – beide brauchen Allgemeinbeteiligung.

Gemeinsamer Ansatz erwies sich als erfolgreich.

„Schutz der Gemeinschaft ist entscheidend“, betont Prof. Jones.