Roboter könnten zukünftig die Pflege älterer Menschen revolutionieren. Eine aktuelle Studie zeigt: Sie verbessern die psychische Gesundheit und haben das Potenzial, Einsamkeit bei Senioren spürbar zu verringern.
Diese wegweisende Untersuchung, geleitet von der University of Genoa und mit Experten der University of Bedfordshire, Middlesex University sowie Advinia Health Care, erforscht erstmals die Entwicklung kulturell kompetenter Roboter.
In britischen Pflegeheimen getestet, nutzten ältere Bewohner den Roboter Pepper bis zu 18 Stunden über zwei Wochen. Das Ergebnis: Eine signifikante Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit.
Nach zwei Wochen zeigte sich ein leichter, aber positiver Effekt auf die Einsamkeitsstärke. Zudem verbesserte das System die Einstellung der Teilnehmer zu Robotern erheblich.
Hauptautor Dr. Chris Papadopoulos von der University of Bedfordshire betont: „Diese Studie ist bahnbrechend, da sie die umfassendste Untersuchung zum Einsatz autonomer sozialer Roboter in Pflegeeinrichtungen darstellt.“
„Die KI des Caresses-Systems in Robotern wie Pepper birgt echtes Potenzial für eine alternde Gesellschaft mit Pflegemangel. Schlechte psychische Gesundheit und Einsamkeit sind große Herausforderungen – Roboter können hier helfen.“
Prof. Irena Papadopoulos von der Middlesex University entwickelte die kulturellen Konzepte und Richtlinien, damit Roboter auf kulturspezifische Bedürfnisse eingehen.
„Intelligente, sozial unterstützende Roboter entlasten Krankenhäuser und Pflegeheime. Niemand will Personal ersetzen – wir sind davon weit entfernt –, doch sie ergänzen bestehende Systeme effektiv“, erklärt sie.
„Die Teilnehmer reagierten größtenteils positiv, kritisierten aber einige Interaktionen, die auf Spracherkennungs-Limitierungen zurückzuführen sind.“
Dr. Sanjeev Kanoria, Chirurg und Gründer von Advinia Health Care, einem führenden Demenzpflegeanbieter im Vereinigten Königreich, berichtet: „In unseren Häusern getestet, wurden die Roboter optimiert.“
„Dies ist die einzige KI, die offene, ergebnisorientierte Gespräche mit vulnerablen Bewohnern ermöglicht. Wir integrieren sie routinemäßig, um Angst und Einsamkeit zu mindern und kontinuierliche Pflege zu sichern. Nun bringen wir Pepper in den Alltag, zur echten Unterstützung für Ältere und Familien.“