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Flavanole in Tee, Äpfeln und Beeren senken Blutdruck – Studie mit über 25.000 Teilnehmern

Der regelmäßige Verzehr flavanolreicher Lebensmittel und Getränke wie Äpfel, Beeren, Nüsse und Tee kann laut renommierten Wissenschaftlern den Blutdruck nachweislich senken.

Flavanole, eine Gruppe pflanzlicher Bioaktiva, fördern die Gefäßgesundheit und Durchblutung. Im Gegensatz zu früheren Studien, die auf Selbstauskünften basierten, liefert unsere Forschung – die erste epidemiologische Untersuchung dieser Größenordnung – objektive Belege für den Zusammenhang zwischen diesen Nährstoffen und dem Blutdruck.

Die Ergebnisse, publiziert in Scientific Reports, stammen aus der Analyse der Ernährungsdaten von mehr als 25.000 Personen in Norfolk.

„Diese Studie zeigt einen klaren, objektiven Zusammenhang zwischen Flavanolen – wie sie in Tee und Früchten vorkommen – und dem Blutdruck“, erklärt Professor Gunter Kuhnle, Ernährungsexperte an der University of Reading und Leiter der Studie.

„Sie bestätigt Interventionsstudien und beweist, dass flavanolreiche Alltagsernährung ähnliche Effekte erzielt. In Großbritannien stammen Flavanole hauptsächlich aus Tee, Kakao, Äpfeln und Beeren.“

Flavanole in Tee, Äpfeln und Beeren senken Blutdruck – Studie mit über 25.000 Teilnehmern

Ein internationales Team von Forschern der University of Reading und der University of Cambridge evaluierte 25.618 Teilnehmer der EPIC-Norfolk-Studie, die seit über zwei Jahrzehnten detaillierte Daten zu Ernährung, Lebensstil und Gesundheit liefert.

Die Flavanolaufnahme wurde präzise mittels Ernährungsbiomarkern im Blut gemessen – dem Goldstandard für objektive Nährstoffanalysen.

„Biomarker ermöglichen exakte Quantifizierung der Aufnahme bioaktiver Stoffe“, betont Prof. Kuhnle. „Ihre Entwicklung und Validierung war nur durch jahrelange Expertise möglich.“

Die Forscher prognostizieren: Eine flavanolreichere Ernährung könnte die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung signifikant reduzieren.

Dr. Ian Johnson, renommierter Ernährungsforscher am Quadram Institute in Norwich, lobt: „Dies ist eine hochwertige Studie zu Flavonoiden. Teilnehmer mit höchster Aufnahme wiesen niedrigeren systolischen Blutdruck auf – passend zu Interventionsstudien.“

Dennoch warnt Dr. Johnson: Als Beobachtungsstudie zeigt sie einen Zusammenhang, keine Kausalität. „Großangelegte Interventionsstudien sind nötig, um Kausalität zu bestätigen.“