Morgens nach meinen Widerstandsübungen (Liegestütze, Kniebeugen, Sit-ups und Planks) ist das Versprechen einer aromatischen Tasse Tee der beste Antrieb. Danach spaziere ich mit dem Hund, atme frische Luft und genieße meinen ersten schwarzen Kaffee.
Neben dem Genuss schätze ich an Tee und Kaffee ihren Koffeingehalt – die weltweit populärste psychoaktive Substanz. Dieses weiße, kristalline Pulver stammt aus Pflanzen und schützt sie vor Insekten.
Koffein weckt nicht nur, es bietet nachweisbare gesundheitliche Vorteile, insbesondere durch Kaffee. Eine umfassende Umbrella-Review im British Medical Journal („Kaffeekonsum und Gesundheit: Umbrella Review of Meta-Analyses of Multiple Health Outcomes“) analysierte über 220 Studien und fand ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs – dank Antioxidantien und entzündungshemmender Stoffe. Auch Alzheimer und Parkinson treten seltener auf.

Die optimale Dosis: 2–5 Tassen täglich. Studien unterscheiden nicht zwischen Instant- und Filterkaffee bei Vorteilen, doch Koffeingehalt variiert: Instantkaffee 60–80 mg pro Tasse, frischer Filterkaffee 60–120 mg, Tee ca. 40 mg (je nach Ziehzeit).
Mehr als 5 Tassen mindern die Effekte. Schwangere sollten sparsam konsumieren, da ein leicht erhöhtes Risiko für Frühgeburten und Fehlgeburten besteht.
Kaffee abends stört den Schlaf bei Sensiblen. Die Halbwertszeit von Koffein beträgt 2–12 Stunden, abhängig von Genetik und dem Enzym CYP1A2. Ich metabolisiere es schnell und kann abends trinken, meine Frau hingegen reagiert empfindlich auf eine Nachmittagstasse.
Idealerweise vor dem Training: Koffein erleichtert Widerstandstraining und bekämpft Ermüdung. Doch ich schätze mein Ritual nach dem Spaziergang zu sehr, um es zu ändern.
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 354 von BBC Science Focus.