Dieses Weihnachten wünschte ich mir von meiner Frau ein Blutdruckmessgerät. Kein romantisches Präsent, aber definitiv nützlicher als Socken.
Mit einer Familiengeschichte voller Herzkrankheiten weiß ich: Bluthochdruck zeigt selten Symptome. Ohne Messung merken Sie oft nichts, bis es zu spät ist – Herzinfarkt oder Schlaganfall. Neueste Forschung warnt sogar vor bleibenden Gehirnschäden bei nur leicht erhöhtem Blutdruck.
Eine Studie der Oxford-Forscher im European Heart Journal (November 2020) analysierte MRT-Scans von 37.041 Personen, deren Blutdruck 10 Jahre zuvor gemessen wurde. Ergebnis: Selbst Werte unter der üblichen Behandlungsgrenze schädigen die feinen Hirngefäße.
Ein idealer systolischer Blutdruck liegt bei 90–120 mmHg. Wie senken Sie ihn? Abnehmen, mehr bewegen, Rauchen aufhören – das hilft. Ebenso gezielte Lebensmittel, wie unser Experiment bei Trust Me, I’m A Doctor mit Dr. Andy Webb vom King’s College London zeigte.

Wir testeten Rote Bete, Knoblauch und Wassermelone – alle reich an Stickstoffoxiden, die Gefäße erweitern und Druck mindern. 28 Freiwillige mit leicht erhöhtem Blutdruck wurden in Gruppen eingeteilt: Woche 1 aßen sie täglich zwei Knoblauchzehen, zwei Wassermelonen-Scheiben oder zwei ganze Rote Beten. Danach rotierten die Gruppen – nach drei Wochen hatte jeder alles probiert.
Startwert: Durchschnittlich 133,6 mmHg systolisch. Rote Bete senkte auf 128,7 mmHg, Knoblauch auf 129,3 mmHg – vergleichbar mit größeren Studien. Wassermelone wirkte nur marginal.
Eine Reduktion um 5 mmHg halbiert langfristig nicht das Risiko, senkt es aber um rund 10 Prozent für Schlaganfall und Herzinfarkt.
Ich esse gerne Knoblauch und nitratreiches Gemüse wie Rote Bete, Rucola, Spinat, Mangold oder Brokkoli. Bei Verdacht: Kaufen Sie ein Zuhause-Messgerät oder wünschen Sie es sich zum Geburtstag.
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 359 von BBC Science Focus –