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Rekordrückgang: CO₂-Emissionen aus der Energieerzeugung sinken seit 1990 am stärksten – Ember-Analyse

  • Eine Studie zeigt: Stromerzeugung aus Kohle sank 2019 um 3 %, CO₂-Emissionen des Energiesektors um 2 %.
  • Die EU führte mit 24 % weniger Kohleverbrauch; in China stieg er hingegen.
  • Für 1,5 °C Klimaziel muss Kohleverbrauch bis 2030 jährlich um 11 % fallen.

2019 verzeichnete die Welt laut Ember-Analyse den größten Rückgang der globalen Kohle-Stromerzeugung und CO₂-Emissionen des Energiesektors seit mindestens 1990, als die IEA mit der Berichterstattung begann.

Die Stromproduktion aus Kohle fiel um 3 %, was zu einem 2 %-Rückgang der Sektor-Emissionen führte. Ember, früher Sandbag, warnt jedoch: Dieser Trend ist noch keine „neue Normalität“.

Die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau – essenziell, um schlimmste Klimafolgen zu vermeiden – bleibt extrem herausfordernd.

In EU und USA brach die Kohlekraft ein, während China, verantwortlich für die Hälfte der globalen Kohleproduktion, fossile Stromerzeugung ausbaute. Der Rückgang resultiert teils aus dem Boom von Wind und Solar sowie temporären Faktoren wie Japans Kernkraft-Restart.

Ember fordert: Bis 2030 muss Kohle jährlich um 11 % schrumpfen, um 1,5 °C zu halten.

In den USA sank sie um 16 %, wurde aber durch Gas kompensiert. Die EU reduzierte um 24 % und stieg direkt auf Wind/Solar um – wie Ember in seiner EU-Power-Shift-Analyse detailliert.

Wind- und Solarenergie wuchsen 2019 um 15 % und deckten 8 % des globalen Stroms. Sinkende Preise machen anhaltendes Wachstum machbar, doch es braucht globale Koordination.

Stromnachfrage stieg nur um 1,4 % – langsamster Zuwachs seit 2009 durch schwaches Wachstum und milden Winter in USA/EU.

Dave Jones, Ember-Elektrizitätsanalyst und Berichtsautor: „Der globale Emissionsrückgang ist positiv, doch Regierungen müssen die Energiewende beschleunigen, damit Kohle in den 2020ern kollabiert.“

„Kohle durch Gas zu ersetzen, tauscht nur einen Fossil gegen den anderen. Billigster, schnellster Weg: Rascher Ausbau von Wind und Solar.“

Ohne globale Förderung von Erneuerbaren fehlen Klimaziele. „Chinas Kohle-/Gas-Wachstum alarmiert, doch Lösungen existieren.“

„EU mit 18 % Wind/Solar-Strom führt, USA 11 %, China 9 %, Indien 8 % – das Rennen läuft.“

Der Bericht deckt 85 % globaler Stromdaten ab (China, USA, Indien, EU) plus Schätzungen für den Rest.