Die Gewinner des renommierten Wettbewerbs „Weather Photographer of the Year“ der Royal Meteorological Society sind bekannt gegeben. Der Hauptpreis geht an ein atemberaubendes Bild eines Schneesturms, der die Brooklyn Bridge in New York heimsucht.
Wir präsentieren die Gewinner und herausragenden Aufnahmen dieses Jahres – meteorologische Meisterwerke, die Naturkräfte eindrucksvoll festhalten.
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Blizzard in Brooklyn – Hauptgewinner

Nach Definition des National Weather Service ist ein Blizzard ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten über 35 mph (ca. 56 km/h) und ausreichend Schnee, um die Sicht für mindestens drei Stunden auf unter ¼ Meile (0,4 km) zu reduzieren. Der Schnee muss nicht während des Sturms fallen – starke Winde können bereits gefallenen Schnee aufwirbeln und einen Bodeneffekt erzeugen.
Diese Bedingungen sind lebensgefährlich, besonders bei einem „Whiteout“, wo Fallwinde und Schneefall den Horizont auslöschen und Desorientierung verursachen. Extreme Kälte birgt zudem Risiken wie Erfrierungen oder Unterkühlung.
Baikalsee – Publikumsliebling

Der Baikalsee in Sibirien, Russland, ist der tiefste und voluminöseste Süßwassersee der Welt und speichert rund ein Fünftel des globalen Süßwassers. Wintertemperaturen liegen im Schnitt bei -21 °C, sommerlich bei 11 °C. Fast fünf Monate ist der See eisbedeckt.
Beim ungleichmäßigen Einfrieren schieben sich Blöcke empor, die Wind, Sublimation, Schmelze und Neugefriergänge formen. Berühmt sind die türkisfarbenen Eisformationen des Baikalsees.
Tea Hills – Erster Platz Zweiter Kategorie

Unterschied Nebel und Nebel? Nebel reduziert die Sicht auf unter 1 km, Nebel reicht darüber hinaus bei relativer Luftfeuchtigkeit über 95 %. Weltweit variiert die Definition von Nebel (meist unter 10 km Sicht).
Talnebel entsteht in Tälern, wo kalte, dichte Luft stagniert und bei Kühle, Windstille, Feuchtigkeit sowie klarem Himmel kondensiert. Im Winter kann er tagelang anhalten.
Monster Shelf Cloud – Zweiter Platz Zweiter Kategorie

Eine Schelfwolke überdeckt Umag in Kroatien, begleitet von Gewittern. Diese niedrigen, keilförmigen Wolken bilden sich entlang der Böenfront intensiver Gewitter.
Warme, feuchte Luft steigt im Aufwind, kühlt ab und kondensiert über dem regengekühlten Abwind. Beim Vorbeiziehen bringen sie böige Winde, Temperaturstürze und Niederschlag.
Frozen Life – Young Weather Photographer of the Year

Luftlöslichkeit in Wasser steigt mit abnehmender Temperatur, sinkt jedoch beim Gefrieren stark. Gelöste Gase werden ausgeschieden und im Eis als Blasen eingeschlossen – schnelleres Gefrieren ergibt mehr und größere Blasen.
Gewitter vor dem Morgengrauen – Finalist

Gewitter speisen sich aus Cumulonimbus-Wolken durch Konvektion: Wärme und Feuchtigkeit steigen vertikal. Voraussetzungen: Instabilität, Feuchtigkeit, Auftrieb – durch Sonne, Orographie oder Fronten.
Jährlich wüten weltweit ca. 16 Millionen Gewitter mit Blitz, Starkregen, Hagel, Winden und Temperatursprüngen.
Dam Wet – Finalist

Wasser tobt nach Dauerregen die 21 m hohe Wet Sleddale-Talsperre in Cumbria, UK, hinab. Starkregen: über 4 mm/h, sehr stark: über 8 mm/h.
Das Reservoir fasst 2.300 Millionen Liter und versorgt Manchester.
Endstand – Finalist

Staubstürme (Haboobs) entstehen durch Mikrobursts: Sinkluft aus Gewittern breitet sich aus, reißt Staub bis 60 mph mit – bis 5000 ft hoch, 100 Meilen breit.
Sie reduzieren Sicht sekundenlang auf Null, häufig in trockenen Gebieten wie Arizona-Monsunzeiten oder Ackerland. Dieses Foto fängt einen 2018er Mega-Haboob bei Sonnenuntergang ein.