Die Sonnenaktivität folgt einem gut erforschten 11-jährigen Zyklus, der durch Schwankungen ihres Magnetfelds angetrieben wird. Wissenschaftler messen sie primär anhand der Sonnenflecken – dunkler Flecken auf der Sonnenoberfläche, wo die Magnetfelder am intensivsten sind. Diese Aktivität ebbt und flutet in wiederholenden Wellen.
In der ersten Phase des Zyklus steigt die magnetische Aktivität allmählich zum "Sonnenmaximum" an, bei dem die Sonnenfleckenanzahl über 200 erreichen kann. Dies geht mit einer erhöhten Energieabstrahlung der Sonne einher. In der zweiten Hälfte nimmt die Aktivität ab und erreicht das "Sonnenminimum", bevor der nächste Zyklus beginnt.
Derzeit durchlaufen wir ein Sonnenminimum, weshalb bis 2025 mit steigender Aktivität zu rechnen ist. Selbst beim Maximum liegt die zu uns gelangende Sonnenenergie jedoch nur etwa 0,1 Prozent über dem Durchschnitt. Dieser Effekt ist minimal und verblasst gegenüber dem Einfluss anthropogener Treibhausgase wie CO₂ auf die globalen Temperaturen.
Die letzten drei Sonnenzyklen waren schwächer als frühere, was Spekulationen über eine längere Phase geringerer Aktivität nährte. Bestenfalls könnte dies den Temperaturanstieg um 0,3 °C abmildern – ein temporärer Effekt, der mit dem nächsten Zyklus endet.