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Luftverschmutzung, Klimawandel und Hoffnung: Dr. Tara Shines Weihnachtsvorlesung der Royal Institution

Die Royal Institution Christmas Lectures, initiiert 1825 von Michael Faraday, sind eine traditionsreiche Institution. Jährlich werden sie im britischen Fernsehen übertragen und bringen führende Wissenschaftler an drei Weihnachtsabenden ins Rampenlicht.

Bisher immer live in London präsentiert, gestaltet sich die Reihe 2020 anders. Unter dem Titel Planet Earth: A User's Guide leiten Professor Chris Jackson, Dr. Helen Czerski und Dr. Tara Shine die Vorträge.

  • Vortrag drei läuft heute Abend, 30. Dezember, um 20 Uhr auf BBC Four. Folgen 1 und 2 finden Sie auf BBC iPlayer.

Im abschließenden Vortrag beleuchtet Umweltwissenschaftlerin Dr. Tara Shine CO₂-Emissionen und die Zusammensetzung der Luft, die wir atmen. Wir sprachen mit ihr für den Science Focus Podcast – hören Sie die Episode unten auf dieser Seite. Hier teilt Tara ihre Erfahrungen als Dozentin 2020.

Luftverschmutzung, Klimawandel und Hoffnung: Dr. Tara Shines Weihnachtsvorlesung der Royal Institution

Was enthält unsere Atmosphäre?

Die Atmosphäre ist voller natürlicher und anthropogener Gase. Durch menschliche Aktivitäten steigen Konzentrationen von Methan, Lachgas oder Ozon.

Wir atmen Luft oft als selbstverständlich, doch Verschmutzer wie Ruß und Feinstaub lösen Atemwegserkrankungen aus. Ereignisse wie Smog, Waldbrände in Australien oder an der US-Westküste oder die Corona-Pandemie machen die Dringlichkeit sauberer Luft klar: Vorerkrankungen durch schlechte Luftqualität erhöhen die Anfälligkeit für Viren.

Ursachen durch menschliches Handeln?

Ja, vielfältig. Fossile Brennstoffe, Landnutzung oder Erwärmung, die Permafrost taut und Methan freisetzt – ein potentes Treibhausgas mit starker, wenn auch kurzfristiger Wirkung.

Jede Maßnahme zählt, von Brennstoffvermeidung bis nachhaltiger Landwirtschaft.

Folgen der Erwärmung?

Ohne zu spoilern: Ich spreche mit Betroffenen extremer Überschwemmungen. Täglich gibt es Klimafolgen – Hunger, Obdachlosigkeit durch Wetterextreme –, die in den Schlagzeilen untergehen.

Schwer, angesichts des Schadens motiviert zu bleiben?

Als Optimistin vertraue ich auf menschliche Logik, Empathie und Kreativität. Veränderungen sind im Eigeninteresse – wir schaffen bessere Lösungen.

Nächste Schritte nach den Vorträgen?

Kleine Handlungen summieren sich: Neugier wecken, Einfluss auf Familie und Freunde nutzen. Beispiel Wasserkocher: 85 % des CO₂-Fußabdrucks einer Tasse Tee entfällt aufs Kochen. Nur so viel Wasser wie nötig füllen, spart Energie und Geld.

Weitere Tipps zur CO₂-Reduktion:

  • Sir David Attenborough: Wie können wir unseren Planeten retten?
  • So reduzieren Sie Ihren CO₂-Fußabdruck für fast nichts

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Welche Initiativen geben Hoffnung?

COP26 im UK fordert ambitioniertere Ziele post-Pariser Abkommen. Städte, Firmen und Länder verankern Netto-Null bis 2050 gesetzlich. Systemwandel von oben und unten – wir fordern Rechenschaft.

Luftverschmutzung, Klimawandel und Hoffnung: Dr. Tara Shines Weihnachtsvorlesung der Royal Institution

Botschaft an die Jugend?

Viele Ältere legten Grundlagen: Günstige Renewables, Konventionen. Jetzt ist der Moment des Durchbruchs – nutzen Sie ihn!

Kindheitserinnerungen an die Lectures?

In Irland BBC-exotisch. 2020 begeistert das Trio durch ganzheitliche Perspektiven auf Erdsysteme und menschliche Interaktionen – Raum für neue Gewohnheiten.

Rat für 2021-Dozenten?

Think big – euer Team schafft Großes.

Weitere Folgen:

  • Hannah Fry: Wie viel unseres Lebens wird heimlich von Mathematik untermauert?
  • Weihnachtsvorträge der Royal Institution in Vergangenheit und Gegenwart
  • Sir David Attenborough: Wie können wir unseren Planeten retten?
  • Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac: Hat der Klimawandel unsere Zukunft bestimmt?
  • Alles, was Sie schon immer über die Tiefsee wissen wollten, mit Dr. Jon Copley
  • Mark Miodownik: Sind biologisch abbaubare Kunststoffe wirklich besser als herkömmliche Kunststoffe?