Angesichts Klimawandel, Umweltkatastrophen und Pandemien, die unsere Lebensmittelketten bedrohen, brauchen wir robuste Systeme für zukunftssichere Mahlzeiten. Eine neue Studie fordert die Massenproduktion von Mehlwürmern, Algen und Pilzprotein, um weltweite Unterernährung zu bekämpfen.
In der renommierten Zeitschrift Nature Food veröffentlicht, analysierten Wissenschaftler der University of Cambridge nachhaltige Alternativen wie Algen (z. B. Spirulina und Zuckertang), Insektenlarven der Stubenfliege sowie Mykoprotein aus Pilzen. Diese können großflächig produziert werden und ersetzen traditionelle pflanzliche oder tierische Produkte.
Die Integration in vertraute Produkte wie Nudeln, Burger oder Energieriegel könnte Verbrauchervorbehalte abbauen, betonen die Experten.
„Lebensmittel wie Zuckertang, Fliegenlarven, Mehlwürmer und Algen wie Chlorella ermöglichen eine gesunde, risikoresistente Ernährung, die globale Mangelernährung eindämmen kann“, erklärt Dr. Asaf Tzachor vom Centre for the Study of Existential Risk (CSER) der University of Cambridge, Erstautor der Studie.
„Unser aktuelles System ist vulnerabel gegenüber Überschwemmungen, Frösten, Dürren, Krankheitserregern und Parasiten. Geringe Effizienzsteigerungen reichen nicht – wir müssen innovative Landwirtschaftsmethoden integrieren“, ergänzt Tzachor.
Basierend auf fast 500 wissenschaftlichen Arbeiten zeigen die Forscher, dass „Future Foods“ wie Insekten und Algen Ernährungssysteme revolutionieren: Sie gedeihen kompakt in städtischen Anlagen oder auf Inseln.

Abhängigkeit von konventionellem Anbau ist riskant, da Schädlinge, Katastrophen und Pandemien Lieferketten stören.
Die COVID-19-Pandemie verdeutlichte dies durch globale Störungen. Aktuelle Beispiele: Waldbrände und Dürren in Nordamerika, Afrikanische Schweinepest in Asien/Europa, Heuschreckenplagen in Ostafrika. Der Klimawandel verschärft diese Risiken.
„Technologische Fortschritte ermöglichen risikoresistente Systeme, die Milliarden nachhaltig versorgen. Diversifikation mit Future Foods ist entscheidend für globale Ernährungssicherheit“, so Catherine Richards, Doktorandin am CSER und Department of Engineering der University of Cambridge.