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Tsunamis erklärt: So entstehen und breiten sich diese Riesenwellen aus

Tsunamis erklärt: So entstehen und breiten sich diese Riesenwellen aus1

Auslösung

Ein Tsunami entsteht meist weit vor der Küste durch ein Erdbeben, einen Vulkanausbruch oder einen Erdrutsch. Die plötzliche Bewegung des Meeresbodens verdrängt das Wasser darüber. Zwar beträgt die vertikale Verschiebung anfangs oft weniger als einen Meter, doch sie erstreckt sich über eine riesige Fläche – das verdrängte Wasservolumen ist enorm.

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Ausbreitung

Im tiefen Ozean breitet sich die Welle rasend schnell aus. Sie ist hier nur etwa 30 cm hoch und kaum sichtbar, bewegt sich aber mit über 800 km/h. Im Unterschied zu windgetriebenen Wellen, die rund 100 m auseinanderliegen, können Tsunami-Wellenkämme bis zu 200 km voneinander entfernt sein.

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Wellenbildung

Jede Welle besteht aus Gipfel und Tal. Oft erreicht das Tal des Tsunamis das Land vor dem Gipfel. Dies führt zu einem scheinbaren Rückzug des Meeres um Hunderte Meter – ein trügerisches Zeichen. Dieser Effekt dauert etwa sechs Minuten, bevor der Wellenkamm eintrifft und Menschen überrascht.

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Annäherung ans Ufer

Auf flachem Wasser bremst die Reibung am Meeresboden die Welle ab. Das nachfolgende, schnellere Wasser staucht sich auf und erhöht die Höhe des Wellenbergs erheblich. In den nächsten sechs Minuten wächst die Wellenhöhe weiter an.

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Auswirkungen

Die meisten Tsunamis brechen nicht wie Surfwelle, sondern ähneln einer plötzlichen Flutwelle. Sie kann bis zu einem Kilometer landeinwärts vordringen und Menschen, Bäume, Autos sowie kleine Gebäude mitreißen. Im zweiten Zug werden Personen und Objekte oft zurück ins Meer gespült.

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