Im Januar 2019 führte ein Team von Mikrobiologen des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) unter der Leitung von Purificación López-García eine bahnbrechende Expedition in die Danakil-Senke in Äthiopien durch. Die Forscher nutzten Hubschrauber, um Proben aus unerforschten Gebieten zu entnehmen – von abgelegenen Salzinseln über Kraterböden bis hin zu bunt gefärbten Wattflächen.
Die Danakil-Senke, eine Salzwüste am Schnittpunkt dreier tektonischer Platten im Ostafrikanischen Grabenbruch, zeichnet sich durch intensive vulkanische und hydrothermale Aktivität aus. Sie gilt als der heißeste bewohnte Ort der Erde und wird oft mit dem Mars verglichen – ideal, um die Grenzen des irdischen Lebens zu testen.
Vorab analysierten Satellitenbilder und Überflüge halfen, geeignete Zonen zu identifizieren. Ein erfahrener Pilot führte das Team zu sicheren Landeplätzen, da nur Hubschrauber den Zugang zu diesem unwirklichen Terrain ermöglichten.
Voll Neugier stiegen die Wissenschaftler mit Messgeräten und Probenwerkzeugen aus. Sie wateten durch Schlamm, lauwarmes, salzhaltiges Wasser und navigierten scharfkantige Ströme unter der sengenden Wüstenhitze – 120 Meter unter dem Meeresspiegel.
Fotograf Olivier Grunewald und Journalistin Bernadette Gilbertas begleiteten die zweiwöchige Mission. Vor Ort entdeckten die Experten Stromatolithen, mikrobielle Formationen, die uralte Gesteinsschichten bilden. Dies war die erste solche Fund in der Danakil-Senke und bleibt bis heute eine der bedeutendsten Entdeckungen.
Die Proben wurden ins Labor gebracht, um Spuren extremer Lebensformen in diesen mystischen Landschaften zu analysieren.
Das Danakil-Delta

Die Ufer des Bakili-Sees

Heikle Landeplätze

Herz eines Vulkans

Untersuchung des Kraters

Sammeln von Stromatolithen

Vulkan von Gada Alé

Der Gelbe See

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Der Schwarze See

Probenahme des Schwarzwassers

Salzkristalle

Mikroskopische Bakterien
