DeuAq.com >> Leben >  >> Wissenschaft

Tornados: Alles Wissenswerte über Entstehung, Arten, Saison und Schutz

Tornados, auch bekannt als Twister oder Wirbelstürme, sind kraftvolle Wirbel, die sich von der Erdoberfläche bis zur Basis stürmischer Cumulonimbus-Wolken erstrecken. Diese Wolken ragen tief in die Höhe und weisen oft eine ambossförmige Spitze auf.

Typischerweise erreichen Tornados einen Durchmesser von etwa 100 Metern und legen im Schnitt rund fünf Kilometer zurück, bevor sie sich auflösen. Sie entstehen aus Mesozyklonen – großen Bereichen schnell rotierender Luft in Cumulonimbus-Wolken. Kühle, trockene Luft umhüllt diese Mesozyklonen, erzeugt starke Temperaturkontraste, verstärkt die Rotation, senkt den zentralen Druck und dehnt den Wirbel bis zum Boden aus: So wird der Tornado geboren.

Aus reiner Luft sind Tornados für das bloße Auge unsichtbar, es sei denn, sie wirbeln Materialien wie Kondenswasser, Staub oder Trümmer auf – dann erscheinen sie dunkel und bedrohlich. Ihre chaotische Natur macht Vorhersagen schwierig; Meteorologen orientieren sich oft an der Mesozyklone, um potenzielle Gefahren zu lokalisieren.

Tornados: Alles Wissenswerte über Entstehung, Arten, Saison und Schutz

Welche Arten von Tornados gibt es?

Wetterdienste weltweit klassifizieren verschiedene Phänomene als Tornados. Starke Wasserhosen über dem Meer gelten erst als offizielle Tornados, wenn sie Land erreichen. Eine seltene Variante ist die Schneehose – dieselbe Rotation, aber in schneebedeckten Gebieten.

Andere wirbelähnliche Erscheinungen wie Staubteufel oder Feuerteufel ähneln Tornados optisch, zählen aber nicht dazu. Staubteufel entstehen durch Aufwinde ohne Wolken, Feuerteufel bei Bränden. Ihr Wirbel reicht selten von Boden bis Wolkenbasis, und ihre Bildungsmechanismen unterscheiden sich grundlegend.

Tornados: Alles Wissenswerte über Entstehung, Arten, Saison und Schutz

Wann ist Tornado-Saison?

Tornados können jederzeit bei passenden Bedingungen auftreten, sind aber in der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten häufiger. In mittleren Breiten treffen sich tropische und polare Fronten im Frühling oder Herbst, was stürmisches Wetter begünstigt.

Regionale Unterschiede sind groß: In den USA peitscht es im Süden im März/April, im Norden im Juni/Juli – manche Tornados reichen bis Südkanada. In Südasien spielen Monsunphasen von März bis Mai eine Rolle.

Tornados: Alles Wissenswerte über Entstehung, Arten, Saison und Schutz

Wo treten Tornados am häufigsten auf?

Die besten Voraussetzungen finden sich in den Great Plains der USA, dem berühmten „Tornado Alley“ von Texas bis South Dakota – hier toben die meisten starken Tornados weltweit. Kanada folgt mit weniger Fällen.

Auch andere mittlere Breiten sind betroffen: Pampa in Argentinien und Brasilien, Teile Europas, Südafrikas, Australiens, Neuseelands sowie Süd- und Ostasiens. Großbritannien hat die höchste Dichte in seiner Region mit rund 30 Tornados jährlich.

Tornados: Alles Wissenswerte über Entstehung, Arten, Saison und Schutz

So überleben Sie einen Tornado

Tödliche Unfälle passieren durch einstürzende Unterkünfte oder fliegende Trümmer. In den USA sind starke Tornados gefährlich, doch Bangladesch verzeichnet pro Tornado mehr Opfer durch mangelnde Infrastruktur.

Die Stärke misst die Fujita-Skala (F). F0-Tornados (bis 113 km/h) entwurzeln kleine Bäume und schleudern Objekte – bleiben Sie in fensterfernen, stabilen Räumen.

F5-Tornados sind apokalyptisch. Ohne Sturmschutzraum oder Keller ist Überleben unwahrscheinlich. Legen Sie sich unter einen stabilen Tisch und schützen Sie Kopf und Nacken.

Stellen Sie Ihre Fragen per E-Mail: questions@sciencefocus.com (mit Name und Ort)