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Zufälle wissenschaftlich erklärt: Die Kraft der Wahrscheinlichkeit

Ja, Zufälle lassen sich absolut wissenschaftlich erklären – alles dreht sich um Wahrscheinlichkeit. Fast jedes Ereignis oder Objekt in unserem Alltag kann Zufälle erzeugen. Die meisten nehmen wir jedoch gar nicht wahr, weil sie banal sind, wie zwei blaue Autos nebeneinander. Doch gelegentlich stoßen wir auf scheinbar extrem seltene Zufälle. Hier vergessen wir eine Kernregel der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Sogar seltene Ereignisse treten mit hoher Sicherheit ein, wenn genügend Chancen bestehen. Oft ist es schwierig, die genaue Anzahl dieser Chancen abzuschätzen, was die Wahrscheinlichkeit schwer einschätzbar macht und uns verunsichert.

Solche Wahrscheinlichkeiten lassen sich jedoch berechnen. Die Wahrscheinlichkeitstheorie zeigt: Bei 23 Personen, wie in einem Fußballspiel inklusive Schiedsrichter, liegt die Chance bei knapp 50 %, dass mindestens zwei denselben Geburtstag haben. Diese Wahrscheinlichkeit steigt enorm, wenn wir flexibler definieren, was ein Zufall ist. Zählen wir Geburtstage innerhalb eines Tages als Treffer, beträgt die Chance, in zwei Mannschaften mindestens einen Zufall zu erleben, etwa 90 %. Dies gilt für unabhängige Variablen wie Geburtstage. Existiert eine Verbindung zwischen den Variablen, erhöht sich die Zufallswahrscheinlichkeit weiter.

Ein markantes Beispiel ist der Roman The Wreck of the Titan: Er beschreibt, wie der größte Ozeandampfer der Welt auf einen Eisberg prallt, sinkt und Tausende sterben, da Rettungsboote fehlen. Das Buch erschien 14 Jahre vor der Titanic-Katastrophe 1912. Die Ähnlichkeiten sind jedoch erklärbar: Damals waren Eisberggefahren für Großschiffe und unzureichende Rettungsboote bereits bekannte Risiken. Zudem erhalten solche Schiffe typischerweise prächtige Namen.

Zusammengefasst: Viele 'Zufälle' im Roman sind keine reinen Zufälle, sondern logische Konsequenzen der Handlung.