Ideen zu einer simulierten Realität reichen bis in die Antike zurück. Der Philosoph Nick Bostrom von der Universität Oxford popularisierte 2003 eine moderne Variante dieses Gedankens, die seither von Experten wie dem MIT-Professor Rizwan Virk weiterentwickelt wurde.
Das Simulationsargument basiert darauf, dass die Rechenleistung irgendwann ausreicht, um unsere wahrnehmbare Realität präzise nachzuahmen – ohne ein vollständiges Universumsmodell. Sterne könnten beispielsweise nur als Lichtpunkte dargestellt werden, bis wir ein Teleskop darauf richten.
Falls solche Simulationen machbar sind, entstehen unzählige davon. Statistisch ist es dann wahrscheinlicher, dass wir in einer simulierten Welt leben als in der einen 'echten' Basisrealität.
Selbst wenn wir selbst eine Simulation erschaffen, schließt das nicht aus, dass wir in einer weiteren stecken – potenziell in einer unendlichen Kette. Letztlich bleibt unsere Wahrnehmung begrenzt; ob unsere Realität 'echter' ist als eine simulierte, ist eine Frage ohne große praktische Relevanz.