Die Grippepandemie von 1918–1920, bekannt als Spanische Grippe, infizierte weltweit etwa 500 Millionen Menschen und forderte bis zu 50 Millionen Todesopfer. Zum Vergleich verursachte SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt dieses Artikels über 900.000 Todesfälle bei rund 30 Millionen bestätigten Fällen.
Der Erreger, ein Influenzavirus, mutierte schließlich zu einem weniger gefährlichen Stamm. Ein Ausbruch des ursprünglichen Stamms heute wäre dank moderner Medizin jedoch deutlich weniger tödlich.
1918 gingen Wissenschaftler noch von einer bakteriellen Übertragung aus – das Influenzavirus wurde erst 1931 entdeckt. Heute verstehen wir Grippeviren und ihre Ausbreitung genau und entwickeln innerhalb weniger Monate Impfstoffe gegen neue Stämme.
Schätzungsweise 95 Prozent der Todesfälle 1918–1920 resultierten aus bakteriellen Lungenentzündungen, die durch die Grippe begünstigt wurden. Moderne Antibiotika könnten die meisten davon heilen, ergänzt durch Beatmungsgeräte für schwere Fälle.